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Überblick

El Niño – El Nino (spanisch: Christkind) ist eine Klimaanomalie im tropischen Pazifik zwischen der Westküste Südamerikas und dem südostasiatischen Raum (Indonesien und Australien) mit weltweiter Auswirkung, die etwa alle vier bis sieben Jahre in der Weihnachtszeit auftritt. Die erste Erwähnung eines 'El Niño' wurde im 17. Jahrhundert festgestellt.

Peru liegt im Westen von Südamerika, vor der Küste Perus befindet sich der Perustrom, auch Humboldtstrom genannt. Der kühle Humboldtstrom befördert für den Fischbestand wichtige Nährstoffe zu den küstennahen Bereichen. Erwärmt sich der Humboldtstrom, führt dies zum Fischsterben und zum abwandern der Fische in kältere Gewässer. Dabei gibt es im Wechsel von 2 bis 7 Jahren eine starke und intensive Steigerung der Erwärmung, dieses Phänomen nannten die Einheimischen El Niño. Die Folgeerscheinung des El Nino führt zu katastrophalen Wetterveränderungen im gesamten Tropen- und Wüstengürtel rund um den Erdball, bis hinauf in die gemäßigten Breiten von Nordamerika. Besonders ausgeprägt war die dabei auftretende Trockenheit in Australien im Winter 2002/2003.

In regelmäßigen Abständen hat der El Niño immer wieder zu enormen Trockenzeiten und zu heftigen Niederschlägen in anderen Gebieten geführt. Der El Niño ist eine von der Natur gemachte Klimakatastrophe, dabei wird das Küstengewässer vor Ecuador und Nordperu relativ regelmäßig zur Weihnachtszeit durch den steilen Einfallswinkel der Sonnenstrahlen (südhemisphärischer Sommer) und der dadurch resultierenden starken Strahlungsintensität der Sonne erwärmt. Wenn die Strahlungsintensität sehr hoch ist, führt das zu einer ungewöhnlichen Meereserwärmung und zu einem großen Fischsterben in den erwärmten Küstenbereichen und zur großen Trockenheit in den Gebieten, wo normalerweise reichliche Niederschläge zu erwarten sind, z.B. in Indonesien und auch zum Teil in Australien. Der El Niño führt aber auch zur Erwärmung der normalerweise kalten Gewässer im Ostpazifik, diese Erwärmung verursacht wiederum gewaltige Niederschläge in den Regionen, die zu der Jahreszeit unter einer großen Trockenheit leiden, z.B. in Südafrika und Südamerika. Dabei verursacht dieses Klimaphänomen enorme katastrophale und volkswirtschaftliche Schäden. Der El Niño führt im Katastrophenfall zur anomalen regionalen Erwärmungen im östlichen Pazifik als Folge einer südgerichteten warmen Oberflächenströmung, er führt zur Verlagerung der Niederschläge vom westlichen in den östlichen Pazifik, er schwächt die Passatwinde, erhöht die Warmwassermassen und vermindert den Salzgehalt nachhaltig. Zur Beobachtung wurde der tropische Pazifik in sechs El Niño-Regionen aufgegliedert, in denen die Meeresoberflächentemperaturen erfasst und in einer Vorhersage von ENSO-Ereignissen zusammengefasst werden. Die Messergebnisse liefern in jeweils unterschiedlichen ENSO-Ereignissen unterschiedlich aussagekräftige Informationen

Solche Beobachtungen werden nach bestimmten Kriterien von verschiedenen Organisationen erfasst und vorgestellt, dazu gehören der multivariater ENSO Index (MEI), Southern Oscillation Index (SOI),der JMA-Index , TOPEX/Poseidon-El Niño-Index und der Oceanic Niño Index (ONI). Die unterschiedlichen Indizes gehen im Detail von unterschiedlichen Definitionen aus, wann konkret ein El Niño-Ereignis vorliegt. Im Herbst 2003 haben sich amerikanische Wissenschaftler und Regierungsexperten auf den Oceanic Niño Index (ONI) als einheitlichen Messindex und operationelle Definitionsgrundlage für El Niño geeinigt. Dieser basiert auf der Meeresoberflächen-Temperatur in einem bestimmten Gebiet des Pazifiks. Ein El Niño ist dann gegeben, wenn der Index über mindestens fünf Monate eine positive Abweichung von über 0,5 °C aufweist.


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Weitere Informationen

El Nino Infoseite (englisch)
Open Directory Project - El_Niño_und_La_Niña



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