Definition und Einleitung nach Scholl und Loosen

Definition von Wissenschaft

Wissenschaft ist die kontrollierte Beobachtung einer (physikalischen, organischen, sprachlichen, psychischen, sozialen) außerwissenschaftlichen Wirklichkeit mit besonderen Mitteln (Methoden). Diese Beobachtung ist als Transformation einer vorgefundenen (außerwissenschaftlichen) Wirklichkeit in eine symbolische (wissenschaftliche) Wirklichkeit oder als Konstruktion von (wissenschaftlicher) Wirklichkeit zu verstehen.

Klassifizierung von Wissenschaft

Aristoteles teilt die Wissenschaften nach theoretischen (Mathematik, Theologie), praktischen (Physik, Chemie, Biologie, Psychologie, Sozialwissenschaften) und poietischen (Kunst, Design) Wissenschaften ein. Heute wird „praktisch“ in der Regel durch „empirisch“ ersetzt.

Regeln

a) Intersubjektivität (Kommunikabilität, Transparenz, Nachvollziehbarkeit)

b) Logik (Widerspruchsfreiheit, Unabhängigkeit, Notwendigkeit, Vollständigkeit)

c) inhaltliche Regeln (Operationalisierung)

d) Wert(urteils)freiheit (normative und präskriptive Aussagen gehören zum Entstehungs- und Verwertungszusammenhang von Wissenschaft, sind aber nicht selbst Bestandteil von Theorie)

Prozess der Empirie

Theorie/Hypothese – Operationalisierung – Messung
Begriff /Konzept – Indikator – Variable

Gütekriterien

Validität (akkurat, gültig)
Reliabilität (konsistent, zuverlässig)

Weiterführende Literatur
A. Scholl, W. Loosen, Wissenschaftstheorie, Seminarskript Universität Münster

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