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Texas Hold'em ist eine Variante von Poker, wo der Spieler verdeckt zwei Karten erhält gefolgt von Setzrunden. Dann werden fünf Karten offen auf den Tisch gelegt, diese können von allen Spielern verwendet werden, um die bestmögliche Kartenkombination aus fünf Karten – den eigenen zwei und den fünf Gemeinschaftskarten - zu bilden.
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Es ist bislang keine Geburtsstunde von Texas Hold'em bekannt, aber man vermutet, dass die Ursprünge in Texas um 1900 liegen. Vielen meinen, dass es aus der Sieben-Karten-Variante in Texas Cowboys und Rancher entstanden ist, und zwar um bei Verwendung von einem Kartendeck mehr Spieler teilnehmen lassen zu können. Doch der Western Charme der Cowboys endete um 1890 mit der Ausbreitung der Eisenbahn, dann gab es mehr Fleischpacker als Viehtreiber Ώ].
Im Jahr 2007 ernannte die texanische Regierung Robstown in Texas als die offizielle Geburtsstätte des Spiels ΐ]. Die Stadt wurde 1906 an der Verbindungsstelle der texanischen und mexikanischen Eisenbahnlinie gegründet. Zu dieser Zeit wurde die Viehhaltung in Robstown bereits eingestellt, und von Baumwolle und anderen Agrargewerbe ersetzt. Der Großteil des einstigen Weidelands, der Driscoll Ranch wurde bereits an die Eisenbahnen verkauft. Der Rest der Ranch wurde vom Landentwickler George Paul aufgekauft bevor die Stadt gegründet wurdeΑ]. Wenn nun Robstown wirklich der Geburtsort von Texas Hold’em ist, ist es nahe liegender, dass tschechische oder deutsche Immigranten, die auf der Suche nach günstigen Ackerböden nach Robstown übersiedelten, Texas Holdem spielten, als die Cowboys.
Ob es nun erst von den Cowboys oder Farmern gespielt wurde, Texas Hold'em fasste Fuß unter den texanischen Strassenspielern in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren. Einige der frühen Texas Hold'em Spieler waren Crandell Addington, Doyle Brunson, "Amarillo Slim" Preston, Johnny Moss und Brian "Sailor" Roberts. Felton "Corky" McCorquodale führte Texas Hold'em 1963 in Las Vegas im California ClubΒ] ein. Brunson, Slim und Addington spielten das Kartenspiel kurz danach im Golden Nugget nebenan.
Im Jahr 1969, wurden die Texas Holdem Pros eingeladen im Dunes Casino am Las Vegas Strip zu spielen. Hier spielten viele unerfahrene Touristen und die Spiele im Dunes waren für die Pros sehr lukrativ. Die großen Spiele im Dunes waren jene, bei denen der dreifache World Series of Poker Champion Stu Ungar seine Pokerfähigkeiten erlangteΓ]. 1971, im zweiten Jahr der Benny Binion's World Series of Poker, wurde das Event in ein No Limit Texas Hold'em Turnier geändert. Das Main Event oder World Series war von diesem Zeitpunkt an immer ein Texas Hold'em Event.
Die Bekanntheit von Texas Hold'em wuchs von 2000 bis 2005 enorm, auch wegen des Films Rounders und dem Aufkommen von Online Poker. Aber es gab eine regelrechte Explosion im Jahr 2003, als der unbekannte Onlinespieler Chris Moneymaker die World Series of Poker gewonnen hatte und die World Poker Tour am Travel Channel Network debütierte.
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Bei Texas Hold'em sind vor dem Austeilen der Karten zwei Zwangseinsätze zu erbringen. Der Spieler links neben dem Dealer setzt den Small Blind, und der Spieler zwei Sitze nach dem Dealer bringt den Big Blind. Jeder Spieler erhält danach verdeckt zwei Karten (=Holecards), gefolgt von einer Setzrunde. Diese Setzrunde wird "pre-flop" genannt und beginnt bei dem Spieler links neben dem Big Blind. Jeder Spieler kann entweder den Einsatz erbringen (=callen), oder erhöhen (=raisen) oder zu folden. Hat preflop kein Spieler geraist, kann der Small Blind "completing the bet“, dh auf den Big Blind aufzahlen, also die Differenz zwischen Small Blind und Big Blind erbringen. Hat preflop kein Spieler geraist, kann der Big Blind checken um die ersten Gemeinschaftskarten zu sehen. Texas Hold'em kann mit verschiedenen Setzstrukturen gespielt werden – entweder als fixed limit oder no limit. Auch die Variante pot limit wird online und live gespielt.
Drei Gemeinschaftskarten, genannt der Flop, werden offen auf den Tisch gelegt, gefolgt von einer Setzrunde. Die vierte Gemeinschaftskarte, der Turn, wird offen ausgeteilt und wieder folgt eine Setzrunde. Die letzte und fünfte Gemeinschaftskarte, der River, wird offen auf den Tisch gelegt, gefolgt von der letzten Setzrunde. Bei allen post-flop Setzrunden, startet die Aktion beim Spieler links vom Dealerbutton.
Wenn nach den Setzaktionen am River mehr als ein Spieler noch in der Hand ist, zeigen die Spieler ihre Karten, beginnend mit dem Spieler, der die erste Setzaktion am River gemacht hat. Wenn kein Spieler am River gesetzt hat, zeigt derjenige zuerst seine Karten, der links vom Dealerbutton sitzt. Die beste Kombination aus fünf Karten, bestehend aus den zwei Holecards und den fünf Gemeinschaftskarten, gewinnt den Pot. Haben zwei oder mehrere Spieler dieselbe Hand, wird der Pot unter ihnen aufgeteilt.
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Es gibt diesen berühmten Spruch "Texas Hold'em dauert eine Minute um es zu lernen und ein Leben um es zu meistern." Während man die Grundregeln des Spiels schnell und einfach erlernen kann, ist das Gewinnen eine Kombination aus mathematischen Wahrscheinlichkeiten und Psychologie. Die Auswahl der Starthände ist ein wichtiges Thema und viele Experten behaupten, dass die Position in den einzelnen Setzrunden ist am wichtigsten. Je später ein Spieler in einer Setzrunde an der Reihe ist, umso mehr Informationen hat er und kann diese gezielt einsetzen.
Als die Bekanntheit von Texas Hold'em wuchs, stiegen auch die Bücher zum Thema Texas Hold'em Strategie an. Es gibt viele Bücher aus denen der Leser wählen kann, aber es gibt ein paar Klassiker, darunter Arbeiten von David Sklansky[6], Dan Harrington[7], Lou Krieger[8] und Phil Gordon[9] um nur einige zu nennen.
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1. Mary G. Ramos, Cattle Drives, 1990-1991 Texas Almanac.
2. Texas State Legislature - House (May 11, 2007), "80(R) HCR 109," House Resolution.
3. Robstown History, Robstown Area Development Commission.
4. Doyle Brunson's Super System 2: A Course in Power Poker (2005) ISBN-13: 978-1580421362.
5. Nolan Dalla, Peter Alson and Mike Sexton, One of a Kind: The Rise and Fall of Stuey "The Kid" Ungar, The World's Greatest Poker Player (2005) ISBN-13: 978-0743476584
6. David Sklansky, The Theory of Poker (1987) ISBN-13: 978-1880685006, Hold'em Poker (1989) ISBN-13: 978-1880685082, and more.
7. Dan Harrington, Harrington on Hold'em (2004, 2005, 2006) ISBN 1-880685-33-7, ISBN 1-880685-35-3, ISBN 1-880685-36-1, and more.
8. Lou Krieger, Hold'em Excellence: From Beginner to Winner (1999) ISBN-13: 978-1886070141, Poker For Dummies (2000) ISBN-13: 978-0764552328, and more.
9. Phil Gordon, Phil Gordon's Little Green Book: Lessons and Teachings in No Limit Texas Hold'em (2005) ISBN-13: 978-1416903673, and more.
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