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Als IBM 1980 seinen 16-Bit PC herausbringen wollte, war der Standard in der bis dahin 8-bittigen Computer Welt CP/M von Digital Research. IBM wollte mit Gary Kildall, der Inhaber von Digital Research, einen Vertrag über einen offiziellen Nachfolger abschließen. Der Deal platzte aber, weil sich zum einen die Arbeiten an CP/M 86 nicht schnell genug vorangingen (Der Prozessor war 1979 vorgestellt worden) und weil als IBM Verschwiegenheitsverträge wollte, diese nicht unterschrieben bekam. Einer Legende zufolge trafen die IBM Mitarbeiter zum Vertragsabschluss nicht Kildall persönlich an, nur seine Frau. Er selber war nicht zu erreichen, und die Frau wollte wohl nach Rücksprache eines Anwalts nichts unterschreiben.
Auf jeden Fall gab es dann Gespräche mit Microsoft, von welcher Seite angestoßen ist unklar. Microsoft sollte eigentlich nur das BASIC liefern. Da Microsoft kein eigenes Betriebssystem hatte, lizenzierte Gates das Betriebssystem QDOS, später 86-DOS, von Seattle Computer Products für 25.000 $. Microsoft behielt sich dabei das Recht vor seine Kunden nicht zu nennen, Seattle Computer durfte dafür sein 86-DOS an dritte weiterzulizenzieren. Daraufhin schloss dann Microsoft mit IBM einen Lizenzvertrag über 186.000 $, der die pauschale Nutzung des Betriebssystems erlaubte. Dadurch konnte DOS billiger als CP/M verkauft werden. Allerdings verdiente Microsoft, aufgrund des BASICs (es wurde als Baustein verbaut), an jeden PC mit.
Kurze Zeit später kaufte dann Microsoft alle an 86-DOS für 50.000 $. Zusätzlich sollte Seattle Computer noch kostenlos 86-DOS und zukünftige Versionen von DOS zur Verfügung gestellt werden. 5 Jahre später wollte Seattle Computer diese (einzige) Gratis DOS Lizenz verkaufen, es kam zum Rechtsstreit da Microsoft dieses natürlich nicht gefiel. Noch während des Verfahrens hat man sich dann außergerichtlich geeinigt. Microsoft kaufte dabei die Lizenz für 925.000 $ zurück.
Dies ist auch der Grund wieso PC und MS DOS eigentlich das selbe ist. Erst später trennten sich die Wege und IBM entwickelte ein eigenes DOS (ab Version 6).
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